Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Schnarchens des Erwachsenen“

Mitglieder der AG-Chirurgie waren an der Erstellung bzw. Aktualisierung der S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Schnarchens des Erwachsenen“ der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde beteiligt. Die Leitlinie können Sie auf der Homepage der AWMF abrufen.

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/017-068.html

Leitlinie „HNO-spezifische Therapie der obstruktiven Schlafapnoe des Erwachsenen“

Mitglieder der AG-Chirurgie waren an der Erstellung bzw. Aktualisierung der S2k-Leitlinie „HNO-spezifische Therapie der obstruktiven Schlafapnoe des Erwachsenen“ der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde beteiligt. Die Leitlinie können Sie auf der Homepage der AWMF abrufen

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/017-069.html

Positionspapier „perioperatives Management von Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe im HNO-Bereich“

Mitglieder der AG haben an einem Positionspapier zum perioperativen Management von Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe bei Eingriffen im HNO-Bereich mitgewirkt. Das Positionspapier wurde von der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde und der Deutschen Gesellschaf für Anästhesiologie und Intensivmedizin in Auftrag gegeben und kürzlich publiziert:
Rösslein M, Bürkle H, Walther A, Stuck BA, Verse T. Positionspapier zum perioperativen Management von erwachsenen Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe bei HNO-ärztlichen Eingriffen. Laryngo-Rhino-Otol 2015;94:516-523

Kontrollierte Studie zur Wirksamkeit der Tonsillektomie und Uvulopalatopharyngoplastik (TE-UPPP) in der Therapie der obstruktiven Schlafapnoe

Aus den Reihen der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft wurden kürzlich die Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Studie zur Tonsillektomie mit Uvulopalatopharyngoplastik publiziert. Die Studie zeigte die Überlegenheit der TE-UPPP gegenüber der nicht-behandelten Kontrollgruppe für die Endpunkte respiratorische Ereignisse, Tagesschläfrigkeit und Schnarchen. Die Studie wurde im Deutschen Ärzteblatt publiziert und kann hier eingesehen werden:

http://www.aerzteblatt.de/archiv/173431/Tonsillektomie-mit-Uvulopalatopharyngoplastik-bei-obstruktiver-Schlafapnoe

Standardisierung der Videoendoskopie in Sedierung

Vieler orten wird zur präoperativen Diagnostik eine Videoendoskopie in Sedierung durchgeführt. Die eingesetzten Untersuchungsprotokolle unterscheiden sich teilweise erheblich, sodass ein Vergleich der Ergebnisse kaum möglich ist. Die Arbeitsgruppe möchte zunächst in einer Fragebogenaktion die vorhandenen Protokolle sichten und in einem zweiten Schritt den Versuch unternehmen, eine Standardisierung der Vorgehensweise hinsichtlich der Indikation, der Durchführung, der Dokumentation und der Interpretation der Befunde einschließlich der daraus resultierenden Konsequenzen zu erreichen. Ansprechpartner für dieses Projekt ist Dr. Maurer, Mannheim (joachim.maurer@umm.de).

Stimulation des Nervus hypoglossus bei der obstruktiven Schlafapnoe

Im Wachzustand und bei Gesunden während des Schlafes erhöht sich kurz vor Beginn der Inspiration bis zu deren Ende der Tonus der Atemwegsmuskulatur, so dass der pharyngeale Atemweg stabilisiert wird und eine normale Atmung erlaubt. Der M. genioglossus ist dabei der wesentliche Atemwegsöffner. Er wird durch den Nervus hypoglossus innerviert. Bei Erwachsenen mit OSA ist der Muskeltonus nicht ausreichend, um die Atemwegsobstruktion während des Schlafes zu verhindern. Als Therapiealternative bei Unverträglichkeit einer nasalen CPAP-Therapie wird unter diesen Aspekten die Stimulation des N. hypoglossus während des Schlafes untersucht. Die Stimulationstherapie sieht die Implantation eines Stimulators vor, dessen leichte Stromimpulse den N. hypoglossus stimulieren und dadurch einen ausreichenden Muskeltonus der Zunge sicherstellen. Die Stimulation wird durch einen ebenfalls implantierten Drucksensor mit der Atmung synchronisiert. Dadurch wird die Blockade der Atemwege im Schlaf durch das Zurückfallen der Zunge verhindert. Durch erste Studien konnten positive Prädiktoren für einen Therapieerfolg definiert werden. Mehrere schlafmedizinische Zentren Deutschlands nehmen an einer internationalen Multicenterstudie teil, in der die gefundenen Selektionskriterien prospektiv evaluiert werden. Folgestudien sind geplant.

Standardisierung klinischer Untersuchungen bei Schlafbezogenen Atmungsstörungen

Die klinische Untersuchung bei Patienten mit schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS) erfolgt meist - mangels eindeutiger Empfehlungen - nach dem Ermessen des Untersuchers. Die erhobenen Daten divergieren erheblich und erschweren einen Institutions-übergreifenden Vergleich.
Ziel der laufenden Evaluation ist die Dokumentation von gebräuchlichen Untersuchungsverfahren bei SBAS, die kritische Evaluation mittels Delphi-Verfahren und die Erstellung eines Positionspapiers. Die Studie ist von der AG "Schlafmedizin" der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie initiiert und mit positivem Votum des Präsidiums der DGHNO und des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte durchgeführt worden. Bisher wurden per Fragenbogen (160 HNO-Kliniken postalisch, 2500 niedergelassene HNO-Ärzte per E-Mail) gebräuchliche Untersuchungstechniken (n=23) nach Häufigkeit der Durchführung, klinischer Relevanz und Beeinflussung des Therapieentscheids evaluiert. Das Delphi-Verfahren ist initiiert. Die Erstellung eines Positionspapiers zur klinischen Untersuchung bei SBAS ist für Sommer 2013 geplant.
Kontakt: PD Dr. med. Michael Herzog, Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Ernst-Grube-Str. 40, 06120 Halle (Saale), E-Mail: michael.herzog@uk-halle.de

Bariatrische Chirurgie

Die Adipositaschirurgie ist eine Option für krankhaft übergewichtige Patienten, nachdem die konservative Therapie nicht erfolgreich ist. Mit dem Gewichtsverlust kommt es auch zu einer Besserung der häufig zusätzlich vorliegenden obstruktiven Schlafapnoe (OSA). Die AG chirurgische Verfahren untersucht in einem Drittmittelgeförderten Projekt zusammen mit der Asklepios Klinik Harburg und dem Adipositas Zentrum Hamburg des UKE die Inzidenz der OSA bei Patienten vor bariatrischer Chirurgie und den Effekt der bariatrischen Chirurgie auf den AHI.

Multi-Level-Chirurgie

Eine kontrollierte Studie untersucht die Effektivität von CPAP versus Multi-Level-Chirurgie bei mittelschwerer und schwerer obstruktiver Schlafapnoe. Endpunkte der Studie sind der AHI aber auch verschiedene Biomarker im Serum. Die Studie ist drittmittelgefördert.